Werte als Basis für Ihren Erfolg!
Oder: Warum sind Werte auch für mein Unternehmen wichtig?
Jeder Mensch folgt bestimmten Werten, die ihm Klarheit darüber geben, wie er handeln und bewerten soll. Sie sind die Leitplanken all unserer Entscheidungen: Folgt eine Person z. B. dem Wert der Beständigkeit, wird sie eher einen sicheren Beruf wählen, risikofreudige Hobbys meiden usw. Und so suchen wir Menschen uns auch gerne ein Umfeld aus, das die gleichen oder zumindest ähnliche Werte mit uns teilt. In der Wissenschaft sprechen wir von dann von Wertekongruenz.
Dieser innere Wunsch nach Wertekongruenz macht nicht vor dem Arbeitsleben halt: Stimmen die persönlichen Werte (z. B. Ihrer Mitarbeitenden) mit denen Ihres Unternehmens überein, kann Identifikation mit Ihrem Unternehmen entstehen. Und diese führt nachweislich zu einer Steigerung...
- der Inspiration und Begeisterung
- der Motivation und Produktivität
- des Zusammenhalts und Teamspirits
- des Vertrauens und der Loyalität.
Werte können aufgrund ihrer Leitfunktion zudem direkte positive Effekte auf Ihre Unternehmensabläufe haben. Denn sie sorgen für:
- Mehr strategische Klarheit bzw. Orientierung
- Effizientere Prozesse und damit:
- Höhere Agilität
- Mehr Innovationen
Im Ergebnis zeigt sich deshalb, dass werteorientierte Unternehmen im Vergleich zu ihren Wettbewerbern auch wirtschaftlich erfolgreicher sind. Werte zu identifizieren ist also kein Selbstzweck.
Hinter diesen empirisch belegten Vorteilen steht allerdings kein Automatismus: Sie können nur dann entstehen, wenn die Werteorientierung Ihres Unternehmens von der entsprechenden Zielgruppe auch als relevant und authentisch wahrgenommen wird. Um beides sicherzustellen, hilft Ihnen ein strukturiertes und systematisches Vorgehen.
Mit System zum Erfolg
Denn: Ein Statement allein macht noch keine Werteorientierung!
Aus unseren Beratungsprojekten wissen wir: Viele Unternehmen folgen in ihrem Handeln bereits instinktiv bestimmten Werten und haben diese vielleicht sogar grob definiert, ohne jemals einen geordneten Prozess dafür durchlaufen zu sein. Dieses Phänomen zeigt sich insbesondere bei mittelständischen Familienunternehmen - und unter bestimmten Umständen kann das auch durchaus zum Erfolg führen. Allerdings sehen wir immer öfter, dass gerade in Zeiten des Umbruchs (z. B. bei Firmenübernahmen, disruptiven Marktveränderungen, überdurchschnittlichem Wachstum oder einem Generationenwechsel) die reine Intuition nicht mehr ausreicht. Plötzlich herrscht Klärungsbedarf, wofür man im Kern eigentlich steht oder stehen will, wie das mit dem tatsächlichem Verhalten zusammenhängt und welcher Nutzen für die verschiedenen Akteure daraus erwachsen kann. Oft wird dann auf operativer Ebene ein Konsens gesucht - mit einem unnötigen Verlust an strategischer Klarheit. Um das zu vermeiden und die Identifikation Ihrer Stakeholder mit Ihrem Unternehmen nicht dem Zufall zu überlassen, sollten Sie sich deshalb frühzeitig mit der systematischen Identifizierung als auch Aktivierung Ihrer Unternehmenswerte beschäftigen.
In der täglichen Praxis sind wir in der Beratung zudem oft mit einem weiteren Phänomen konfrontiert: So wird z. B. kurz vor der Fertigstellung einer neuen Webseite oder eines neuen Imageflyers noch schnell ein griffiges Statement formuliert ("Wir stehen für...") - ohne sich weiterführende Gedanken darüber zu machen, ob sich die relevanten Stakeholder überhaupt damit identifizieren können oder wie das dort Kommunizierte dauerhaft verankert und gelebt werden kann. Solche inhaltsleere und kurzfristig gedachte Kommunikation führt dazu, dass die angestrebte Identität nicht mehr der wahrgenommen Identität entspricht - es entsteht eine sogenannte Authentizitäts-Lücke. Das Resultat sind z. B. entmutigte und demotivierte Mitarbeitende, entfremdete Geschäftspartner und eine untergrabene Glaubwürdigkeit des Managements (Stichwort: fehlende Konsistenz). Bei einer Werteorientierung gilt der Fokus deshalb der systematischen Stärkung Ihrer identifizierten Unternehmenswerte und deren Überführung in konkrete Handlungen. Die Kommunikation bietet eine Plattform diese sichtbar zu machen, muss aber als Teil aller abgeleiteten Maßnahmen verstanden und systematisch mit diesen abgestimmt werden.
Wofür stehen wir eigentlich?
Oder: Was hat das alles mit Werten zu tun?
Was sind "Werte" genau?
Unter Werten verstehen wir in der Wissenschaft abstrakte Standards für ein erwartetes Verhalten (sogenannte Instrumentalwerte) oder einen erwarteten Zustand (sogenannte Terminalwerte). Als übergeordnete Leitprinzipien des Handelns und Bewertens geben sie damit langfristige Ziele vor, die es idealerweise zu erreichen gilt, und sie motivieren uns diese auch tatsächlich zu verfolgen - das gilt sowohl für Personen, als auch für Unternehmen. In beiden Fällen findet eine Gewichtung der Werte innerhalb eines sogenannten Wertesystems statt, das die individuelle Rangfolge der Werte und deren Abhängigkeiten festlegt. Ein Wert allein kann deshalb selten differenzieren und muss das per Definition auch gar nicht - ausschlaggebend ist immer das Zusammenspiel der Werte im jeweiligen Wertesystem.
Dieses soziologische Verständnis von Werten (Plural) unterscheidet sich zudem grundlegend vom betriebswirtschaftlichen Wertbegriff (meist im Singular gebräuchlich), der vorwiegend im Sinne des Nutzens gebraucht wird, der von Gegenständen, Handlungen oder Zuständen ausgeht.
Welche Werte gibt es?
In der Wissenschaft beschäftigt man sich bereits seit vielen Jahrzehnten damit, welche grundlegenden Werte es überhaupt gibt und in welchen Zusammenhang diese zu bringen sind. Die wahrscheinlich bekanntesten Modelle stammen von Milton Rokeach bzw. darauf aufbauend von Shalom Schwartz und Wolfgang Bilsky und werden auch heute noch häufig für Werte-Befragungen genutzt. Sie bieten einen ersten Überblick und besitzen vor allem eine Strukturierungsfunktion.
Nichtsdestotrotz sollten diese Modelle aber nicht als Selbstbedienungsladen verstanden werden: So bildet zum Beispiel das im Folgenden abgebildete Wertekreis nach Schwartz (1992) nur 10 Typen von universellen Grundwerten ab. Und selbst dessen Erweiterungen auf 19 Werte oder Rokeach's (1973) Modell mit 36 Werten sind nur als Impulsgeber auf dem Weg zu Ihren individuell formulierten Werten zu verstehen.

Was bedeutet das für die unternehmerische Praxis?
Auch, wenn die "Entwicklung" von Werten mittlerweile schon fast zum guten Ton gehört, sollten Sie vermeiden auf vordefinierte Modelle oder standardisierte Fragebögen zurückzugreifen und deren Werte unreflektiert zu übernehmen. In der praktischen Anwendung ist es elementar, individuelle Nuancen herauszuarbeiten und im besten Fall sogar bereits bestehendes, eigenes Wording zu integrieren (Stichwort: Identifikation ermöglichen). Damit entgehen Sie zudem der Gefahr der Beliebigkeit - oder wie man im angloamerikanischen Raum gerne sagt: man vermeidet "motherhood and apple pie"-Werte, die so universal sind, dass ihnen jeder zustimmen kann. Standardisierte Befragungen anhand vordefinierter Wertemodelle - wie wir sie in der Praxis leider immer noch häufig sehen - sind deshalb der falsche Weg. Stattdessen setzen wir auf den intensiven Austausch mit allen Akteuren und insbesondere die Nutzung qualitativer Methoden, um individuelle und anwendungsstarke Wertesysteme zu ermitteln.
Einige wenige zentrale Werte (meist drei bis vier) beschreiben darin, wofür Personen oder Unternehmen stehen und einstehen. Somit geben Werte Orientierung nach innen („Wie verhalte und entscheide ich mich?“), aber auch nach außen („Kann ich mich z. B. als Kunde oder Bewerber*in mit dieser Marke identifizieren?“). Führungskräfte können mit der Kenntnis der Werte ihrer Mitarbeitenden deren Handeln besser verstehen und sie bei der angestrebten Erfüllung ihrer Werte unterstützen. Durch die gezielte Überführung Ihrer Unternehmenswerte in konkrete Handlungen können Sie dazu beitragen, dass die Werte bei den verschiedenen Akteuren (z. B. Mitarbeitenden, aber auch Kunden oder Lieferanten) einfacher wahrgenommen werden und somit schneller zur Identifikation mit Ihrem Unternehmen führen.
Das alles verdeutlicht den Stellenwert, den Werte in Ihrem Unternehmen einnehmen sollten: Werte dürfen nicht einmalig definiert und dann ad acta gelegt werden. Sie sind Teil des normativen Managements und damit "Chefsache"!
Die Situation in der Praxis
Wie werden Werte und Purpose kommuniziert?
Wussten Sie eigentlich, dass nur ein geringer Teil der Unternehmen offen über seine Werte und seinen Purpose auf seiner Webseite spricht?
Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem eine empirische Studie, die wir 2022 gemeinsam mit der Universität Bayreuth exemplarisch am Beispiel Oberfranken durchgeführt haben: Nur jedes dritte Unternehmen im Regierungsbezirk Oberfranken kommuniziert auf seiner Webseite offen seine Werte und sogar nur 4% der Unternehmen einen klaren Purpose - obwohl es in der Region Oberfranken eine hohe Dichte werteorientierter, mittelständisch geprägter Familienunternehmen gibt.
Ein Indikator dafür, dass viele Unternehmen aktuell noch wertvolles Potenzial verschenken! Denn um Identifikation entstehen zu lassen, sollten die Werte und der Purpose eines Unternehmens möglichst allen Stakeholdern sichtbar gemacht werden - im Handeln und in der Kommunikation!
Unsere Angebote
Wie Sie Ihr Unternehmen gemeinsam mit uns voranbringen!
Verschaffen Sie sich einen Wissensvorsprung und profitieren Sie von unserem wissenschaftlichen Hintergrund und unserer Erfahrung aus der Beratungspraxis. Statt nur die Fassade Ihres Unternehmens neu zu streichen, arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam an einem soliden Fundament - effizient, umsetzungsorientiert und auf Augenhöhe! Typische Fragen, die uns in der Praxis oft gestellt werden sind zum Beispiel:
- Wie gehen wir bei der Identifikation von Unternehmenswerten am besten vor?
Wie wird dabei die bestehende Unternehmenskultur, aber auch die Strategie berücksichtigt? - Wir haben bereits Unternehmenswerte - aber wie bekommen wir diese aktiviert / in die Umsetzung?
Und was ist dafür notwendig? - In welchem Zusammenhang stehen Werte, Unternehmenskultur, Unternehmensleitbild und Purpose?
Was davon benötigen wir und warum? - Wir leben bereits unbewusst nach starken Werten - wie können wir sie greifbar und anwendbar machen?
- Wie können wir eine Authentizitäts-Lücke vermeiden? Wie können wir Vorwürfen des Green-Washings, aber auch Green-Hushings, entgehen?
Werte-Check
Ideal für alle, die den ersten Schritt in Richtung Unternehmenswerte gehen wollen!
- Inhalt:
1. Kurzer Vorabcheck Ihrer bestehenden Strategie und Kommunikation
2. Online-Meeting mit unserem Werte-Experten Dr. Andreas Winter (inkl. kurzem Werte-Input und der gemeinsamen Erarbeitung von Quick Wins z. B. zur schnellen Optimierungen Ihres Wertesystems) - Dauer: 1 1/2 Stunden (Online-Meeting)
- Teilnehmer: bis zu 3 Personen
- Format: Online
- Angebot: 500,- EUR (zzgl. MwSt.)
Experten-Workshop
Selbst Werte-Expert*in werden und
einen Fahrplan für eine authentische Werteorientierung entwickeln!
- Inhalt:
1. Werte-Verständnis etablieren: Interaktiver Impulsvortrag durch unseren Werte-Experten Dr. Andreas Winter
2. Werte-Anwender werden: Individuelle Identifizierung, Definition und Priorisierung notwendiger Handlungsfelder im interaktiven Workshop - Dauer: 1/2 Tag
- Teilnehmer: bis zu 8 Personen
- Format: Vor Ort
- Angebot: 1.400,- EUR (zzgl. MwSt. und Reisekosten)
Umsetzungsbegleitung
Höchst individuelle Begleitung - vom gezielten Schulterblick bis zum kontinuierlichen Sparring!
- Inhalt:
Ganzheitliche Begleitung auf Ihrem individuellen Weg zu einem werteorientierten Unternehmen. Von der empirischen Analyse, strategischen Beratung und gemeinsamen Konzeption bis hin zur Aktivierung des Unternehmenswerte und der Begleitung in der operativen Umsetzung (z. B. der Befähigung der Mitarbeitenden oder der Definition konkreter Handlungsgrundsätze). - Dauer: (individuell)
- Teilnehmer: (individuell)
- Format: z. B. Schulungen, Workshops, regelmäßige Treffen / Sparrings
- Angebot: (auf Anfrage)
Unser Werte-Experte
Dr. Andreas Winter ist studierter Betriebswirt (M. Sc.) und hat 2022 an der Universität Bayreuth zum Thema Purpose und wertebasiertes Management promoviert.
Im Rahmen seiner Doktorarbeit („Der Higher Purpose als Konzeptualisierung eines Stakeholder Values Based Managements unter besonderer Berücksichtigung normativer Erwartungen“) hat er durch die Veröffentlichung wissenschaftlicher Beiträge in international renommierten Fachmagazinen und Handbüchern Grundlagen zum Thema Purpose gelegt.
Mit über sechs Jahre Berufserfahrung in der Industrie (u. a. als Marketingleitung) und drei weiteren Jahren in der strategischen Beratung besitzt er zudem die notwendige Umsetzungskompetenz, um Sie in der Praxis zu unterstützen!
Sein Wissen gibt er in öffentlichen Vorträgen, Workshops und Webinaren (z. B. gemeinsam mit dem BF/M (Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V.), dem Digitalen Gründerzentrum Einstein1, der Handwerkskammer für Oberfranken oder der Wirtschaftsregion Hochfranken) weiter.